BSV startet mit Remis in die Saison

BSV startet mit Remis in die Saison

MENDEN. Gut gespielt, aber am Ende nur einen Punkt gewonnen: Der BSV Menden ist mit dem 1:1 gegen Borussia Dröschede nicht ganz zufrieden.

Es war eigentlich der typische Saisonauftakt: Am ersten Spieltag der neuen Saison hatten die Landesliga-Fußballer des BSV Menden die Kollegen von Borussia Dröschede auf dem Nebenplatz des Huckenohl-Stadions zu Gast. Nach 96 intensiven Minuten trennten sich die beiden Kreisrivalen mit 1:1 (1:1).

Ein Ergebnis, mit dem sich die beiden Trainer schnell anfreundeten. „Wir haben Luft nach oben“, resümierte BSV-Trainer Kevin Hines nach einer Partie, in der sich bei seiner Mannschaft gute und schlechte Phasen abwechselten. Ebenso lieferte der Gegner von der Dröscheder Emst einen überschaubaren Auftritt ab. „Das ist für uns ein glücklicher Zähler gegen einen BSV Menden, der in dieser Saison Ambitionen nach oben haben dürfte“, sagte Dröschedes Coach Dragan Petkovic.

Einig waren sich beide Trainer in ihrem Urteil über die Leistung von Schiedsrichter Armin Hurek (Iserlohn) und seinen beiden Assistenten Fatih Bayrak und Christian Krause. „Es muss die Frage erlaubt sein, warum man in solchen Spielen nicht einen Schiedsrichter ansetzt, der keine Nähe zu den Vereinen hat. Von uns verlangt man immer wieder Respekt gegenüber den Schiedsrichtern. Dann sollte das aber auch andersrum gelten“, waren sich Kevin Hines und Dragan Petkovic einig, dass dem Unparteiischen einige dicke Patzer unterliefen.

Kritik am Schiedsrichter

So leistete sich Dröschedes Merz innerhalb weniger Minuten zwei gelbwürdige Foulspiele gegen Mendens Alaiz, die eigentlich zu einer „Ampelkarte“ hätten führen müssen. Dröschedes Coach Dragan Petkovic war richtig sauer, als ihm der Unparteiische mit den flapsigen Worten „Herzlichen Glückwunsch, Dragan“, die gelbe Karte zeigte.

Spielentscheidend war die Schiedsrichter-Leistung allerdings nicht. Dafür waren immer noch die Aktiven verantwortlich. „Mit der ersten Halbzeit war ich gar nicht zufrieden. Wir sind zwar schnell in Führung gegangen. Danach haben wir aber nicht mehr viel zusammen bekommen“, hatte sich BSV-Trainer Kevin Hines nach dem frühen Führungstreffer durch Marcel Hoffmann (7.) eigentlich mehr Sicherheit erhofft. Stattdessen wurden die Gäste in ihren Aktionen immer effektiver. „Das wurde aber auch erst besser, als wir das System umgestellt haben“, weiß Petkovic.

Nach dem Ausgleichstreffer durch Kingsley Nweke (18.) schien die Partie völlig offen. Moritz Kickermann konnte eine Rödel-Schuss gerade noch abblocken (20.). Bis zur Pause konnte sich keine Mannschaft Vorteile erarbeiten. Eine Hoffmann-Flanke nimmt Alaiz direkt ab – das Arbeitsgerät landete knapp neben den Kasten (38.).

Chancen nicht genutzt

Nach dem Seitenwechsel bekam der BSV die Partie ein Stück weit besser in den Griff. Aber das Bemühen allein reichte nicht. Die Hausherren konnten die sich bietenden Torchancen nicht nutzen. So versuchte sich Moritz Kickermann aus gut 15 Metern – die Kugel landete knapp neben den Pfosten. Weitere BSV-Möglichkeiten durch Hoffmann, Alaiz oder Kretz blieben ebenfalls ungenützt.

Dann zeigte auch noch Glücksgöttin Fortuna den Mendenern die kalte Schulter. Ein Versuch von Ayoub Alaiz landete nur an der Querlatte. Die Borussia blieb mit ihrem Konterspiel aber stets gefährlich. Das letzte Wort der Partie hatte dann der Schiedsrichter, als er einen Treffer von Rödel in der Nachspielzeit die Anerkennung wegen Abseits versagte. Zumindest für den BSV-Anhang die richtige Entscheidung.

Bericht: Burkhard Granseier / WP Menden 12.8.19
Foto: Thomas Nitsche (WP)

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