BSV Menden schließt Kooperationen aus

BSV Menden schließt Kooperationen aus

MENDEN. Im Jugendfußball ist der BSV Menden noch das Aushängeschild im Stadtgebiet. Doch auch hier gibt es Probleme.

Nach dem Ende der Schulferien beginnt auch für die heimischen Nachwuchsfußballer der Ernst des sportlichen Lebens. Überkreislich vertritt allein der BSV Menden die Farben der Hönnestadt. Die C- und D- Junioren spielen in der Bezirksliga. Und der Auftakt brachte einen Sieg und eine Niederlage für die Youngster vom Oesberner Weg.

Die C-Junioren gewannen ihren Auftakt gegen den TSV Weißtal mit 3:2. Die D-Junioren waren in Weißtal zu Gast und unterlagen mit 0:4. „Doch die Jungs sind da unter Wert geschlagen worden“, sah D-Jugend-Trainer Holger Bönisch seine Mannschaft nicht so deutlich unterlegen wie es das Ergebnis aussagte.

Auch BSV-Chef Dirk Hennenböhl unterstrich zum Auftakt der Saison die Bedeutung des Nachwuchses für den BSV Menden. „Ohne die Jugend gibt es keinen BSV Menden“, sagt der Mendener Fußball-Chef. Der Klub bemüht sich zurzeit, die eigenen Reihen im Jugendbereich neu aufzustellen. „Es ist leider ein Problem, das weniger Leute immer mehr machen müssen. Aber dieses Problem haben ja nicht nur wir“, weiß Henneböhl.

Stolz auf Durchlässigkeit

Dass in der Vergangenheit immer wieder Spieler aus dem Jugendbereich den Sprung in die eigenen Senioren schafften, macht die Verantwortlichen im Huckenohl schon ein wenig stolz. „Das ist sicherlich ein schönes Ergebnis. Aber nicht der Hauptgrund“, betont Dirk Henneböhl.

Dass die Probleme im Jugendbereich vielfältig sind, zeigt auch BSV-Coach Holger Bönisch auf. „Es ist schwieriger geworden“, ist der Übungsleiter überzeugt. Das liegt vor allem auch daran, dass sich der Jugendfußball verändert hat. Bei den ganz jungen Mannschaften hört man immer häufiger davon, dass die Eltern sich einmischen. Mal wird die Arbeit des Trainers kritisiert.

Dann reklamieren Eltern mehr Einsatzzeiten für ihren Nachwuchs. „Wir haben jetzt mal einen Elternabend abgehalten. Da haben wir den Eltern erläutert, dass wir für die Kinder da sind“, erzählt Bönisch. Ein weiteres Problem ist der gestiegene Druck.

Klassenerhalt hat Priorität

„Wir müssen sehen, dass wir als Mannschaft die Bezirksliga halten“, weiß der Trainer um die Bedeutung der Liga. Wobei der Nichterhalt der Klasse auch noch weitere Folgen für den Klub haben könnte. „Dann besteht die Gefahr, dass dich mehr Jugendliche verlassen und sich anderen Vereinen anschließen“, ist Holger Böhnisch sicher.

Der seinen Klub da nicht ausschließen mag. „Es kommen sicherlich auch Kinder zu uns. Wir haben jetzt vor dieser Saison allein elf Spieler an den FC Iserlohn verloren“, erklärt Bönisch. Der Trainer macht auch keinen Hehl daraus, dass sinnvoll wäre, wenn man in der Hönnestadt in Sachen Nachwuchsförderung gemeinsame Sache machen würde. „Ich stehe solchen Dingen positiv gegenüber. Dann hätte man sicherlich die Chance, auch gute Spieler in Menden zu halten.

Dirk Henneböhl hat da eine andere Meinung. „Eine Jugendabteilung wird es beim BSV Menden immer geben. Nicht jede Fusion funktioniert. Da bleiben dann letztlich immer welche auf der Strecke“, betont Henneböhl.

Bericht: WP

Foto: Frank Saul

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