U13: hochemotionaler Sieg des Willens

U13: hochemotionaler Sieg des Willens

Jubeltrauben nach dem Spiel, Spieler und Trainer liegen sich in den Armen, dazu Standing Ovations von den Eltern:

was sich am Samstagnachmittag am Huckenohl abgespielt hat, kommt einer Verfilmung gleich. Doch der Reihe nach.

Die neu zusammengestellte U13 und ihr übergangsweise das Team betreuendes Funktionsteam hatte sich nach einer Woche voller Umstrukturierungen und neuem Input viel vorgenommen.

Die knisternde Atmosphäre war den Spielern bereits vor Anpfiff beim Einschwören anzumerken. Entsprechend startete das Team mit viel Energie und Leidenschaft in die Begegnung. Der Gegner wusste sich ob dieser enormen Mentalität zunächst nur mit langen Bällen zu helfen. Dennoch blieben Torchancen auf beiden Seiten zunächst Mangelware. Das 1:0 fiel somit zwar aufgrund des intensiveren Beginns der Gastgeber nicht unverdient, aber durchaus aus dem nichts. Felix Freier stocherte energisch einem abgeprallten Ball nach und schob ihn hinter die Torlinie.
Doch mit zunehmender Spielzeit der ersten Hälfte verlor das Team an Sicherheit und Ruhe, vor allem gegen den Ball. Folgerichtig kam der Gast aus Lüdenscheid über die schnellen Offensivspieler zu einigen gefährlichen Torchancen, von denen sie glücklicherweise nur zwei für sich nutzen konnten (1:1, 24. sowie 1:2, 30.). Somit ging die BSV-U13 mit einem Rückstand nach Führung in die Kabine.

In der Halbzeitpause schwor man sich neu ein und schöpfte aus der Tatsache, dass der Gegner das Spiel gedreht hatte, Mut, selbiges zu tun.
Dies stellte man bereits sechs Minuten nach Wiederanpfiff unter Beweis, als der agile Myron Lewandowski zum 2:2 ausglich (36.).
Grundsätzlich bestritt man die zweite Halbzeit mit mehr Handlungssicherheit und Souveränität, die sich insgesamt neutral betrachtet als recht ausgeglichen gestaltete. Es gab einige gute Chancen auf beiden Seiten, doch die Abwehrkette um den lautstarken Kapitän Ostheim sowie die starken Sechser Ohaji und Sinapidis agierte nun abgestimmter und auch Torhüter Rose stand nun sicherer im Kasten und parierte die Torchancen der Gäste souverän.
Der Gast aus Lüdenscheid konnte erneut einen Lattentreffer verzeichnen, agierte jedoch in der zweiten Halbzeit mit zu vielen Foulspielen gegen den Ball und verlor die Spielkontrolle wieder eher an den BSV.

Das Spiel entscheiden sollte dann ein Spieler, der sich mit seiner Einwechslung bis 15 Minuten vor Ende gedulden musste. Doch der Plan, einen frischen Außenspieler für die Schlussphase zu bringen, ging voll und ganz auf. Als das Spiel auf Messers Schneide stand und beide Mannschaften den Sieg erzwingen wollten, wurde Marlon Czaja mustergültig bedient und drehte zwei Minuten vor dem Abpfiff das Spiel. 3:2. Sieg. Ende. Der Rest war purer Jubel.

Es bleibt festzuhalten, dass taktisch und spielerisch noch einiges an Arbeit für die Spieler und das neue Trainerteam nachzuholen ist. Doch was das heutige Spiel und der erzwungene Sieg gezeigt hat: die Mannschaft lebt, die Mannschaft steht unter Strom, die Mannschaft ist eine Einheit und die Mannschaft hat die richtige Einstellung, die sie für die kommenden Aufgaben benötigt.

Autor: Sven Haberkorn

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